Mutige Auftritte, wertvolle Erkenntnisse und zwei historische Siege
Mit der jüngsten Mannschaft des Turniers – darunter nur vier Spielerinnen des Jahrgangs 2010 – reiste das THV-Team zum diesjährigen Deutschland-Cup des Jahrgangs 2010 nach Hannover. Auch Schneechaos und Glatteis konnte unser Team nicht aufhalten.
Aufgrund verschiedener Umstände war im Vorfeld allerdings keine ideale Vorbereitung möglich. So lernten sich Mannschaft und Neu-Landestrainer Christian Roch erst wenige Tage zuvor im Training kennen. Entsprechend groß waren die Herausforderungen, aber auch die Entwicklungschancen.
Die sehr ausgeglichene Vorrundengruppe mit dem HV Berlin, dem HV Brandenburg sowie dem HV Bayern erwies sich dabei als Chance und Gefahr zugleich. In allen Spielen startete unser Team stark, setzte die taktischen Vorgaben gut um und zeigte viel Spielfreude. Im weiteren Spielverlauf traten jedoch wiederholt Probleme bei taktischen Anpassungen auf gegnerische Umstellungen auf, wodurch zeitweise der spielerische Faden verloren ging. Das absolute Highlight der Vorrunde stellte der Sieg gegen den späteren Gruppensieger aus Berlin dar. Die Niederlagen gegen Brandenburg und Bayern hingegen machten deutlich, in welchen Bereichen noch Entwicklungsarbeit notwendig ist.
Stets ein sicherer Rückhalt waren unsere kompakte 6:0-Abwehr sowie die starken Torhüterinnenleistungen von Jenne Seidl und Kira Lohrer.
Besonders bitter verlief das folgende Spiel gegen den HV Saar: Nach einer starken Anfangsphase und einer 12:6-Führung nach 15 Minuten gelang es nicht, den Vorsprung weiter auszubauen. Saar wurde zunehmend mutiger, während die eigenen taktischen Anpassungen zu selten umgesetzt werden konnten. Am Ende stand eine unnötige und schmerzhafte Niederlage.
Im Spiel um Platz 15 gegen Mecklenburg-Vorpommern zeigte unser junges Team noch einmal viel Moral und nahm den Kampf hervorragend an. Mit taktischer Disziplin zog die Mannschaft Tor um Tor davon und ließ sich diesmal auch von einer offensiven Abwehr des Gegners in Halbzeit nicht zu stark aus dem Konzept bringen. Alle Spielerinnen übernahmen Verantwortung – der verdiente Sieg war der Lohn.
Am Ende standen erstmals zwei Siege in einer D-Cup-Finalrunde, was nicht nur intern, sondern auch von DHB-Trainern mit viel Lob für die Teamentwicklung honoriert wurde. Mehrere Spielerinnen konnten positiv auf sich aufmerksam machen, besonders Kristin Kessen und Anni Krmek, die beide zu den besten 20 Torschützinnen des Turniers zählten.
Landestrainer Christian Roch zog ein positives Fazit:
„Der Deutschland-Cup ist jedes Jahr ein wichtiger Baustein in der Entwicklung unserer Talente und hat auch für mich im neuen Amt viele neue Erkenntnisse gebracht. Wir wissen jetzt besser, wo unsere Entwicklungsfelder, aber auch unsere Stärken liegen. Enttäuschung ist normal, aber angesichts der vielen Probleme im Vorfeld letztlich nicht angebracht. Alle konnten wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln, die vielen jüngeren Spielerinnen insbesondere für die nun anstehende DHB-Sichtung in Kienbaum – wir werden alle stärker aus diesem D-Cup hervorgehen.“
Ein besonderer Dank gilt Dr. Krzok, der das Team trotz der hohen Belastung von fünf Spielen über die volle Distanz an 4 Tagen fit hielt und kleinere Blessuren erfolgreich behandelte, sowie Franziska Lücke und Katrin Maronn für die wertvolle Unterstützung vor Ort.
Für den THV am Ball:
Jenne Seidl, Kira Lohrer – Kristin Kessen (26), Anni Krmek (24), Fee Sophie Maronn (14), Nelli Vetterling (10), Joan Janta (8), Lotta Pieper (5), Emma Schwarzwalder (5), Lina Rüger (2), Emely Schwarzwalder (1), Franziska Richter (1), Thea Röser (1), Trixi Müller
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